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18.08.2007
früchtekuchen auf dem chass, kaffee auf dem mont sujet und magglingnen zum dessert
die abgestrampelten höhenmeter unseres ende juli anfang august durchgeführten fünftägers - wobei die tour auf den creux du van mit 1780 höhenmeter und mehr als 60 km doch erstaunlich locker zu bewältigen war - hat selbstverständlich neue begehrlichkeiten hervorgerufen. ein zweitausender wäre schon mal was. es war klar, dass wir nicht lange nur davon reden würden.
in der region biel geht das allerdings nur dann, wenn man mehr als einen berg in angriff nimmt. was solls? fahren wir mal auf den chasseral, der bringt schon mal an die 1500 m auf den tacho und die restlichen 500 m kriegen wir dann schon irgendwie zusammen. also dann, zurückhaltender aufstieg via beaumont, römerweg, gaicht, twannberg. ohne abkürzung durch den trail nach lamboing, denn dort verschenkt man 10 höhenmeter! runter nach lamboing, dann via diesse hinauf zur bisonranch. weiter zum zentralplatz und via métairie de morat auf den gipfel des chasserals. lange rede kurzer sinn. der klassische aufstieg von biel auf den chass. downhill nach nods. der so oder so schon anspruchsvolle trail ist nach der sich doch allmählich auch in der schweiz manifestierenden monsunperiode zur ultratechnischen rüttelpartie mutiert. blanker fels, riesenbrocken liegen im weg rum, nichts von erholsamer abfahrt. fett wars trotzdem. den zweitausender immer noch im kopf, setzten wir zur gegensteigung auf den mont sujet an. angenehmer anstieg durch ein malerisches tal. war es die doch langsam aufkommende müdigkeit, oder eine schlichte unaufmerksamkeit oder doch situationsbezogener übermut? jedenfalls versenkte dave sein halbes bike in einem schlammloch. mit dem dreckbestückten zusatzgewicht von daves bike, war es für mich dann ein leichtes, ihn im nachfolgenden aufstieg zum mont sujet in schach zu halten. der etwas monotone aufstieg zum grande maison liess raum ein paar berechnungen anzustellen. der mont sujet würde für den zweitausender nicht ausreichen, das wurde mir rasch klar, also begann ich dave von ein paar varianten zu erzählen. wir könnten noch nach magglingen fahren oder wir könnten den fünfer gerade ..., „nein“! alles klar, also nach dem spaghetti-downhill noch nach magglingen. gesagt getan. kurz vor erreichen der magglinger kapelle, „ding-dong“, die 2000 stand auf dem tacho, leuchtete mir mitten ins hirn. nicht schlecht, dachte ich kurz. dann der schluss-downhill von magglingen nach biel. altbekannt. ein kleiner sturz von mir musste noch rein, nichts schlimmes zum glück. am ende waren es 68 km und 2039 höhenmeter und dave hat irgendwas von zweifünf gefaselt. mal schauen, was die zukunft noch bringen wird.
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